22
Mai
2005

BBC-Podcasts

Was hält die BBC vom Podcasten? Ziemlich viel. Und immer mehr: "It is easy to claim the revolution is just around the corner, but there might just be something in podcasting, says technology analyst Bill Thompson."

Currys Podcastingperspektiven

Ende April sass Adam "Godfather of Podcasting" Curry mit seinem Geschäftspartner aus den mittleren 90er Jahren bei "On Ramp" etc. Ron Bloom (gemeinsam verdienten sie sich eine viele Millionen Dollar schwere goldene Nase vor dem .com-Crash) zusammen und sprach mit ihm über das weitere Vorgehen, wie Podcasting zum Massenmedium werden kann, und was ihr Anteil dabei sein soll. Das Gespräch dauert knapp 2 Stunden, lohnt aber die Zeit. Hauptproblem der zwei: "Wie machen wir aus dem wilden Haufen der mehreren Tausend Podcaster und dem potentiellen Millionenpublikum ein Geschäft, das allen dient (und uns am meisten...?!?!)?" Die zwei reden erfrischend offen darüber, was sie wie warum planen. Ihre Ansätze sind nicht revolutionär neu. Die Transparenz, mit der sie ihre Absichten so früh deklarieren, ist es aber irgendwie schon. Dass sie nicht alle alle alle Karten auf den Tisch legen, versteht sich. Dass sie primär über die Sites und Software reden, die ihren Interessen dient, ist klar. Ein Ohr voll täte trotzdem sogar den Verantwortlichen in privaten und öfff.-rechtl. "Old School Rundfunkanstalten" gut. Natürlich bilden Curry & Co nur ein "Camp" unter den Podcastern. Das kommerziellere. Wer auf diesen Ansatz spuckt, spuckt natürlich auch auf Curry & Co.

21
Mai
2005

Was heisst "Nr.1 Podcast" zu sein?

Auf dem Podcast-Portal "podcastalley" ist derzeit "this week in tech" (TWiT) auf Platz 1 der per Mausklick bestimmten Beliebtestenliste. Was das für die Anzahl Downloads der Show bedeutet, erwähnt der Gastgeber in der Ausgabe vom 15.5. etwa ab Minute 3:30. Er nennt die Zahl von rund 125'000 Downloads für die Ausgabe vom 8.5.05. Das File ist 25 MB gross (und 55 Min lang). Bei der Anzahl Downloads heisst das 3'125'000 MB oder 3'125 GigaBytes oder 3,125 TeraBytes Traffic innert weniger Tage. Was kostet das bei Ihrem Provider? TWiT verbreitete sich allerdings zu 70% via BitTorrent. Was die Kosten wohl drastisch runterholt. Trotzdem. Das Beispiel zeigt, dass ein erfolgreicher Podcast rasch mal ins Geld gehen kann. Bei Hetzner, als Beispiel, sind beim besten dedizierten Server 800 GB Traffic pro Monat dabei. "Worst Case" wäre dann, bei einem wöchentlich erscheinenden, gleichbleibend hochpopulären Podcast à je 125'000 Downloads von 25 MB von 1 Quelle: 4 X 3125 = 12'500 GB Traffic - 800 GB incl.: 11'700 GB à je 0.19 Euro = 2223 Euro extra... Der Betreiber des ebenfalls sehr beliebten Musik-Podcasts "Coverville" (Thema: Coverversionen von Songs) berichtet übrigens, dass er rund 5 Terabytes Traffic produziert pro Monat. Rechnen wir daraus die Anzahl Downloads zurück: 1 Covervilleausgabe ist ungefähr 35 MB. Also: 5 Terabytes durch 35 Megabytes = rund 143'000 Downloads pro Monat, geteilt durch die rund 15 Ausgaben pro Monat = plusminus 10'000 Downloads pro Show.

20
Mai
2005

"Radio is not dead, it just smells funny"

Dafür braucht's gar nicht viel Phantasie: Wenn es bis in 3, spätestens 5 Jahren Standard sein wird, dass die Handys 5 bis 10 Gigabytes Speicher (oder mehr, als HD oder Flash) eingebaut haben und die Wireless-Übertragungskosten (UMTS, GPRS, Edge, WiMax oder wie die Chose dann grad heissen wird) noch weiter in den Keller gesackt sind, wird jedermann und jedefrau nach dem Prinzip des Podcasts die Audioquellen seines Interesses abonniert haben, welche ihn / sie drahtlos auf's Handy beliefern mit Musik und / oder Wort. Und wenn dieses Verfahren einmal etabliert ist, warum soll's dann nicht auch Küchenradios, HiFi-Anlagen etc. geben, die genau so mit Material beliefert werden? Ist das dann definitiv das Ende des an den Zeitpfeil gebundenen Broadcastings? Wir sich dann noch irgend jemand von einem Programmraster beeindrucken und zur Konsumation beispielsweise der Mittagsnachrichten um 12:30 zwingen lassen? Ich sehe momentan nur einen möglichen Spielverderber.

19
Mai
2005

Erkenntnisgewinn...

Ich höre im Autoradio morgens, nachdem ich den zweiten meiner beiden Buben in der Krippe abgegeben habe, bis ich im Studio ankomme, den Sender France Culture (in der Umgebung von Basel auf 88.6 MHz). Also von etwa 08:20 bis 08:45. Heute ist mir danach, zwischen der Autotüre und der Studiotüre, aufgegangen, was der Unterschied zwischen dem französischen Ansatz Radio zu machen und dem helvetischen ist. Er lässt sich in einem französischen Wort zusammenfassen:

rencontres!

Woran ich teilhabe, wenn ich morgens France Culture höre (zu anderen Tageszeiten komme ich leider kaum dazu), ist die Begegnung zwischen echten, intelligenten Menschen mit einer eigenen Meinung. Sie treten auf anregende, aufregende, spannende Weise miteinander in Dialog. Sie verhandeln attraktive Themen (meist im weitesten Sinne kultureller Natur) und trauen sich ihre Sichtweise darzulegen, ihre Lebenserfahrung einzubringen, ihre politischen, philosophischen usw. Ansichten in die Waagschale zu werfen. Es geschieht (JETZT) etwas zwischen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen auf eine nichtpolemische Weise, die mich als Publikum bereichert, wenn ich daran teilnehme und mitdenke. So etwa.
Was ich hingegen meistens auf hiesigen Kultursendern deutscher Zunge höre (nicht immer, klar!), sind (Achtung polemisch zur Verdeutlichung und nicht wortwörtlich gemeint): Verdauungsvorgänge. Respektive die Resultate von langwierigen Verdauungsvorgängen. Nochmal zugespitzt:

Deutschsprachig: "sezierte Leichenteile in Formaldehyd eingelegt", France Culture am Morgen: "Wagnis Leben / Intelligenz Jetzt"

Das klingt viel schlimmer, als ich es meine. Ich mach ja da auch mit dabei, und weiss in etwa, warum die so arbeiten, bin selber Sezierer...

BBC Hintergrund über Podcasting

Podcasting News weist auf eine interessante halbstündige Hintergrundsendung über das Thema Podcasting hin, unter besonderer Brücksichtigung des Einflusses, den dieser Verbreitungsweg auf "Radio" im herkömmlichen Sinne haben könnte.

13
Mai
2005

Bill Gates: Handy für Musik

Interview mit ihm in der FAZ vom 12.5.:
billgates
Meine Rede.

8
Mai
2005

PocketDAB Radio

pocketdab
Ein kleiner Schritt weiter
in die Radiozukunft? Oder bloss ein Spielzeug mehr? Oder beides? PocketDAB 2000 von Pure: DAB- / UKW-Empfänger samt MP3-Recorder und -Player. Extra Schmankerl: Live-Sendungen anhalten und später weiterhören à la TiVo. (Pure-PR)

5
Mai
2005

Paris Hilton Podcast

Wann ist Podcast mainstream? Wenn Paris Hilton auch schon einen macht...

3
Mai
2005

Couleur3 führt Podcasting ein

Der Titel "erster öffentlich-rechtlicher Sender in der Schweiz, der Podcasting als Verbreitungsvektor nutzt" der geht an... Na welchen wohl? Wohl der einzige der eine gewisse Tradition hat in Sachen Innovation (was zwar paradox klingt auf den ersten Blick, es aber nicht ist):

COULEUR3


Lizenziert unter einer Variante von creative commons nota bene! Und zur Illustration hier der Link zum Couleur3 Podcasting Trailer.

1
Mai
2005

Podcastinhaltsuchmaschine ist online!

bild 1Podscope, die Suchmaschine, die Podcast-Inhalte per Speech-to-Text indiziert und durchsuchbar macht, ist online!

Handy kills the Radiostar?

Kann es sein, dass in einigen Jahren, wenn alle Handys Leistungsmerkmale haben wie dieses im Herbst auf dem Markt kommende N91 von Nokia oder das W800i von SonyEricsson, es ganz normal sein wird, dass sich niemand mehr von sowas antiquiertem wie dem Radio diktieren lassen will, was wann in welcher Reihenfolge zu hören ist? Und dass dann Podcasting "der Normalfall" sein wird?
nokian91
(SonntagsZeitung 1.5.05) Nokias Kampfansage an Apples iPod heisst N91 und ist ein mobiler Musikspieler in einem schneidigen Edelstahlgehäuse, mit dem sich auch noch telefonieren lässt. Die integrierte Festplatte mit 4 Gigabytes bietet bis zu 3000 Musikstücken in den Formaten MP3, M4A, AAC und WMA Platz. Die Titel lassen sich mit speziellen Musiktasten nach Alben, Künstlern und eigenen Wiedergabelisten sortieren und abspielen. Der Akku soll für 12,5 Stunden Musikgenuss sorgen. Unter den Tasten versteckt sich die Telefontastatur. Dank dem Datenfunk UMTS, WLAN und Bluetooth kann praktisch überall und zu jedem Zeitpunkt Musik gekauft und direkt aufs N91 geladen werden. Der Datentransfer zum PC via USB-Kabel ist auch möglich. Das Multimedia-Handy mit 2-Megapixel-Kamera soll noch in diesem Jahr für rund 700 Euro in die Läden kommen.

30
Apr
2005

We did it!

Again... Wir haben einen Unterstützungsantrag bei sitemapping.ch eingereicht. Und die Analyse von damals, die gilt eigentlich immer noch... Der Antrag jedenfalls ist heute abgegangen. Die Einleitung geht etwa so:

Konzept in 2 Sätzen: Ein aktuelles und rasch umsetzbares Projekt zur Vermittlung und Kontextualisierung von Medienkunst: Ein wöchentliches Gespräch / eine wöchentliche Sendung über Medienkunst mit Schweizer und ausländischen Kulturschaffenden, publiziert im Internet nach den Prinzipien des Podcast.

Als Reaktion auf die aktuelle Situation in der Medienkunstlandschaft Schweiz (Viper, plug.in, tweakfest etc.) schlagen wir ein Konzept vor als Impuls zur Revitalisierung des Dialogs unter den Medienkunstschaffenden. Wir möchten einen Kanal eröffnen, über den die Vielstimmigkeit der Akteure sich artikulieren und die Kollaboration stimuliert werden kann. Uns scheint das Medium des Podcast das bestgeeignete. Es ist unmittelbar, portabel, flexibel, experimentell, funktioniert nach dem on-demand-Prinzip und ist zugleich sofort einsetzbar in der gegenwärtigen Situation.
Damit würde sich ein neuer Diskursraum, eine neue Plattform schaffen lassen. Seine Neuartigkeit, seine "hipness", seine noch undefinierten "Spielregeln" machen den Podcast als Form zusätzlich attraktiv und interessant. Es wäre eine gesellschaftlich sinnvolle Anwendung einer entstehenden neuen Medientechnologie.
Als Metapher liesse sich auch sagen: Es wäre eine art akustische Wikipedia der schweizerischen Medienkunstlandschaft.
  1. We want to enable the socially useful inclusion of a technology in a socially applicable way. We emphasize the need for continuity of dialogue and exchange among mediaart-producers as developed in the last 10 years of experience as well as the inclusion of emerging new and dynamic actors. We want to work towards a more stable and sustainable situation and existence of mediaworkers. We want to avoid a market driven pressure towards commercialisation of accumulated knowledge, artwork and software.
  2. We want to open a cultural space that is collaborative rather than competitive to amplify the polyphony of experience and expertise. We want to achieve a socially useful impact.
  3. We are leaving the screen and go to a next level, towards a more casual, mobile, sensual channel which audio offers. It becomes more acessible through podcasting as a recent development. Technically it can be regarded as "low-tech on-demand streaming".
  4. As a distributive, on-demand medium it emphasizes dialogue within a local culture as well as beyond its borders and can be very easily syndicated.
  5. As a service to the mediaart community it provides for the need for casual, hospitable, sociable and informal networking as well as effective and low cost information exchange.
  6. It provides a database and archive for interest groups. it offers an entry point to the broad public as well as professionals of diffferent sectors: education, art, politics, traditional media etc.
  7. It provides a public service: as "recorded oral history" it offers a means of "continued education" to interested individuals and institutions. Thus its output can also be used as research material of ethnografic and sociological interest.
  8. podcasting by default offers a very easy and "low thresh-hold" access to its content, once the audio is downloaded.
  9. We want to be the first doing a podcast in a cultural context and with cultural content. Up to now there is nothing comparable to the concept of ArtCast.

Frisco: Podcasts auf Mittelwelle

Hier hab ich erfahren, dass ein erfolgloser Mittelwellensender in San Francisco von seiner Muttergesellschaft zum Podcastsender umgebaut wird.

UPDATE: Der Umbau scheint bereits erledigt. Siehe KYOU.
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ArtCast Basel

was wird, werden wir hören

WHAT IS THIS?

ArtCast is a podcast (->[engl.] [deut.]), that talks about art in whatever form it appears. Whenever the hosts get a hold of it, wherever that may be: meeting artist, galerist, collectors, curators etc. live or via the net. Wir produzieren auf Deutsch, Französisch oder Englisch, was halt jeweils passt. Tages-Anzeiger über Podcasting und ArtCast. Supported in part by



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Swiss Blog Awards 2006 podsafe music network

Wer spricht?

Barbara Strebel studierte Kulturanthropologie und Kunstgeschichte an der Universität von Michigan Ann Arbor; Ausbildung in Audiovisueller Gestaltung an der (damals) Kunstgewerbeschule Basel; initiierte und organisierte Plattformen und Events rund um die Themen Internet, Netzkultur, Netzkunst (Basler Knoten des Netzwerkes "the thing", des 1. öffentlichen Internetproviders; Mitorganisatorin von "comm-x-change.ch": Offenes Forum für analoge und digitale Kommunikation im Haus der Wirtschaft, ehem. Börse - jetzt baz); Konzept und Umsetzung des internationalen Architektursymposiums "A2B" im Rahmen der SwissBau 2001; Konzept / Organisation Orbit/Comdex-Kongress 2000/2002 in Basel

Patrik Tschudin Redaktor / Moderator bei Schweizer Radio DRS2 im Team der Sendung DRS2aktuell, seit Anfang der 90er Jahre journalistische und praktische Auseinandersetzung mit technischen, politischen und gesellschaftlichen Implikationen des Netzes. Mitglied radiolab.ch

Hannes Gassert arbeitet als CTO bei mediagonal.


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